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FITA-Recurve FITA-Compound Traditionell
Möchte man sich einen neuen Satz Pfeile zulegen, so stellt sich die Frage, welcher Pfeil denn auch tatsächlich zum eigenen Bogen gehört, bzw. mit dem eigenen Bogenmaterial harmoniert. Zur übersichtlichen und korrekten Auswahl gibt es unten stehende Pfeilauswahltabelle.

Aber Achtung, die Auswahl stellt nur einen groben Anhaltspunkt dar. Zum besseren Verständnis sollte hier auch unbedingt das Kapitel „Dynamischer und statischer Spine“ gelesen werden, da allein der Blick in die Tabelle nicht automatisch die richtige Pfeilauswahl bedeutet.

Als erstes sollte die Pfeil-Auszugslänge des Schützen bekannt sein. Als korrekte Auszugslänge wird der Abstand von Nockboden bis zu Pfeilauflage Plus 1 bis 2 Zoll definiert. Diese schwammigen 1 bis 2 Zoll deshalb, da in der Regel damit die Bogenvorderkante gemeint ist, jedoch heutzutage diese auch durch Klickervor- und Anbauten noch verlängert werden kann. Gut, nehmen wir die Mitte, also Pfeilauflage Plus 1,5’’. Bei dieser gemessenen Pfeillänge wird die Spitze übrigens nicht mit berücksichtigt, eben nur die Schaftlänge.

Die zweite wichtige Größe ist die Zugstärke des Bogens. Und zwar die, die man tatsächlich bei der eigenen Auszugslänge auch auf den Fingern hat.

Die Zugstärke ist immer auf den Wurfarmen angegeben und gilt für eine Standard-Auszugslänge von 28’’. Spannt der Schütze seinen Bogen jedoch weiter aus, so werden pro weiter gezogenes Zoll ca. 5% des auf den Wurfarmen angegebenen Zuggewichts dazuaddiert, bei entsprechend weniger Auszug dieses abgezogen.

Stehen beim Schützen die Pfeile deutlich weiter als 1,5’’ über die Peilauflage über, so gilt die tatsächlich reell gemessenen Länge des Pfeils zur Orientierung in der Tabelle, also von Nockboden bis zum Ende des Schaftes (ohne Spitze). Jedoch als Größenordnung für das tatsächlich gezogene Zuggewicht wird eben die virtuelle Pfeillänge, also die Pfeillänge bis zur Pfeilauflage Plus 1,5’’ ermittelt.

Mit den beiden Werten Pfeillänge und Zugstärke kann nun in der Tabelle nachgeschlagen werden. Oben horizontal wird die Auszugslänge und rechts vertikal die Zugstärke des Bogens abgelesen. Entsprechend findet man dann in der Tabelle zugehörigen Pfeil.

Beispiel: Auf den Wurfarmen steht 36lbs, der Schütze hat eine gemessene Auszugslänge von 29’’. So ist sein gezogenes Zuggewicht auf den Fingern also ca. 38lbs. In der Tabelle bei 29’’ und 36-40lbs. nachgeschlagen findet man den X7 2014, X7 2112, ACE 570-620 usw...

Zum Verständnis der Tabelle: Es gibt nicht unendlich viele Pfeilcods bzw. Spines, natürlich ist deren Anzahl begrenzt. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Tabelle aus Diagonalen besteht, die von oben rechts nach unten links verlaufen, erkennbar an den grauen Feldern. In diesen Diagonalfeldern stehen immer die gleichen Spines, z.B. sind die Werte für 29’’/36-40lbs. identisch mit denen von 30’’/30-35lbs.

Wählt man einen Längeren Pfeil, bewegt sich also nach rechts in der Tabelle, so wird der statische Spine der Pfeile steifer, nach links entsprechend weicher. Gleiches gilt für das Zuggewicht, ein Feld tiefer geschaut, erhält man einen steiferen Pfeilcode, nach oben hin einem weicheren Spine.

Solche Tabellen gibt es auch speziell für Compound, die Werte weichen dann ab.

Das Programm Easton Shaft Selector stellt eine weitere Möglichkeit dar, den passenden Pfeil grob auszuwählen. Es kann direkt bei Easton gedownloadet werden. Im Prinzip funktioniert es aber nach dem gleichen Prinzip wie die Pfeilauswahltabelle.

Quelle: Pfeiltabelle aus dem Big-Archery Katalog

Pfeilauswahltabelle

(C) www.Bogenwiese.de
Tipps & Tricks für Bogenschützen
Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
Holger Hüning (c)
Holger Hüning (c)
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