| (BB-Tipp-025) Die richtige Länge eines FITA-Recurvebogens |
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Damit Recurvebögen auch tatsächlich effektiv geschossen werden können, gibt es diese in den drei Längen Kurz, Mittel und Lang. Und bereits hier stößt man bei den Begrifflichkeiten auf Verständnisprobleme. Denn als Recurvebogen wird in der Regel lediglich das Mittelstück bezeichnet. Und dieses gibt es auch nur in der 23-Zoll (bzw. kurzes Mittelstück) und der 25-Zoll Variante (bzw. langes Mittelstück). Gemessen werden dabei die Bogenaussenkanten des Bogens. Um nun auf die Gesamtlänge zu kommen, wird der Bogen – also das Mittelstück – mit den drei unterschiedlich verfügbaren Längen der Wurfarme kurz, mittel und lang kombiniert. Und erst dadurch ergibt sich die Gesamtlänge eines kompletten Bogens. So wäre also denkbar, ein kurzes Mittelstück mit mittleren Wurfarmen zu kombinieren, man erhält einen 66’’-Bogen. Oder man steckt ein Langes Mittelstück mit kurzen Wurfarmen zusammen, kommt so ebenfalls auf einen 66’’-Bogen. Beides ist denkbar, jedoch hat das System Bogen in beiden Varianten völlig unterschiedliche Eigenschaften. Bleiben wir bei der Frage, welche Länge nun die richtige ist. Ausgehend von der mittleren Körpergröße des Verfassers mit 1,76m hier, wäre ein 68’’-Bogen geeignet. Ist man größer, greift man entsprechend zu einem 70’’-Bogen. Ist man kleiner, wählt man einen 66’’-Bogen. Sehr selten gibt es noch 72’’-Bögen. So manche Einsteigerbögen aus Holz sind auch als 66’’-Bögen verfügbar. Speziell für Kinder und Jugendliche gibt es dann noch einige Kunststoffbögen und Bögen aus Holz in der Länge 62’’. Jedoch ist die eigentliche Bogengröße nicht von der Körpergröße, sonder eher der Armlänge in Form der gezogenen Pfeillänge abhängig (Auszugslänge). Nun noch mal ausgehend von der Auszugslänge: Wer 28’’ bis 29’’-Pfeile schießt, wählt einen 68’’-Bogen, wer eher Richtung 30’’-Pfeile und mehr schießt entsprechend einen 70’’-Bogen und wer in etwa 26’’ bis 27’’-Pfeile schießt einen 66’’-Bogen.
Zurück zu dem Beispiel unterschiedlichen Eigenschaften zwei gleich langer Gesamt-Bögen. Beide Bögen aus diesem fiktiven Beispiel sind 66’’ lang, jedoch entstanden einmal durch die Verwendung Kurzes Mittelstück/Mittlere Wurfarme und dann noch Langes Mittelstück/Kurze Wurfarme. Der ersteren Variante sagt man einen weichen und angenehmen Auszug mit guter ‚Verzeihlichkeit’ für Fehler nach. Die zweite Variante gilt eher als schnell, aggressiv und genau, dafür aber auch empfindlicher in Bezug auf Schießfehler. Diese Eigenschaften gelten auch für die beiden Kombinationen der 68’’-Bögen. Die Gesamtlänge eines Recurvebogen misst man übrigens nicht zwischen den Wurfarmenden, sondern indem man ein Bandmaß über die gesamte Länge des Bogens und entlang der Wurfarmrückseite legt.
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