| DSB-Bogenschützen im Finale der Worldgames 2009 |
| Saturday, 25 July 2009 14:30 | |||||||||||||
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Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld ist zu den Worldgames 2009 angetreten, auch wenn dieses aus Sicht der US-amerikanischen Schützen nicht den Anschein zu haben schien, denn diese dominierten die Compoundklasse diesmal nicht. Doch im Feld der Starter gibt es ja noch weitere Bogenklassen, auch weitaus mehr Nationen, die in den drei Bogen-Disziplinen ihre Top-Schützen delegiert hatten. Ein Blick auf die Startliste der Deutschen Delegation lässt bereits beste Aussichten auf Edelmetall aufkommen. Vielleicht auch durch die Anfang Juli ausgesprochen erfolgreich abgeschlossene Generalprobe für die World Games 2009 in Cadier en Keer (Niederlande). Ebenfalls die bisherigen Erfolge deutscher Bogenschützen lassen uns nun auch für dieses Event hoffen. Der Hallen-Weltmeister von 2007 und zweifache Feldbogen-Weltmeister 2004 und 2008 Sebastian Rohrberg dürfte sich einiges vorgenommen haben. Sicherlich auch die Feldbogen-WM-Dritte 2008 und Hallen-Vizeweltmeisterin im Team 2007 Lisa Unruh von Bergmann-Borsig Berlin. Im Gegenzug wären da hingegen Victor Wunderle (USA), Olympia-Silber 2002, der bereits ein Jahrzehnt in der absoluten Weltspitzeschießt. Weiterhin finden sich im Feld der Teilnehmer etliche Spitzenschützen wie Jessica Tomasi (ITA) Feldbogen-Weltmeisterin Recurvebogen 2008 sowie Michel Frangilli (ITA), eine Legende im internationalen Bogensport, bereits 2003 sein Weltmeistertitel, und der Weltmeister von 2005 Chris White (GBR), und und und... ...Weltmeister hin oder her, hier sind wir in Asien und die Würfel fallen von Neuem.
Und trotzdem wollen wir unsere deutschen Hoffnungen auf einen der begehrten 4 Final-Plätze einer jeden Klasse noch ein wenig weiter aufzählen, denn die alles entscheidenden Finals finden erst am Sonntag, dem 25. Juli 2009 statt. Da wäre z.B. die Blankbogenschützin Manja Conrad, WM-Dritte von 2008, und die Compounderin Silke Höttecke, die 2006 durch ihr unerwartetes WM-Gold im Feldbogen 2006 in Göteborg auf sich aufmerksam machte. Pech für beide Schützinnen und für unser Hoffen, denn beide sind nach den beiden Vorrunden ausgeschieden, eine Vorrunde, zu der alle Schützen einer jeden Klasse am ersten Tag auf 24 Scheiben mit unbekannten Entfernungen und am 2. Tag auf Scheiben mit bekannten Entfernungen zu schießen haben. Die Entfernungen betragen übrigens 5 bis 60 m, entsprechend sind die schwarzen Feld-Scheiben mit goldener Mitte in Ihrer Größe auf die Entfernungsbereiche angepasst. Auch wenn das Gelände des Feldbogen-Parcours der Worldgames 2009 eher flach gehalten ist sind bei dieser Art der Bogenwettbewerbe natürlich sämtliche nur erdenkliche Schwierigkeitsgrade eingebaut. Bergauf- und Bergabschüsse, Schießen mit und gegen die Sonne, auch schräg am Hang, dann über Gewässer oder durch bewaldetes Gebiet, von Versprüngen herunter oder auf schlecht einsehbare Ziele. Eben die gesamte Pallette, die ein Schießen nicht unberdingt erleichtert, das Einschätzen der richtigen Entfernung erst recht nicht. Auch die FITA berichtet auf ihrer Seite über die Worldgames, untermauert wird dieses durch herrliche Fotos mit Impressionen der Titelwettkämpfe. Der Leser erfährt einige Randinformationen zum Event, auch von den starken Regenfällen gleich zu Beginn der Wetttbewerbe. Es wird über die Qualifizierungsmodalitäten berichtet, dass z.B. die Teilnehmer mit massiven Regenfällen bereits letztes Jahr zu den Feldbogen-Weltmeisterschaften in Llwynypia (Wales, GBR) zu kämpfen hatten, diese zugleich aber auch zum Erreichen der Quotenplätze für die Nationen mit den insgesamt 95 teilnehmenden Worldgames-Bogenschützen wichtig war. Von dem ein wenig anspruchsloser als üblichen Parcours, dafür aber von plötzlich einsetzendem Niederschlag und teils böigem Wind, wusste eine unserer deutschen Compound-Teilnehmerinnen Ulrike Wiese im Bogensport-Forum.de zu berichten, dazu noch 32 Grad bei 80-98% Luftfeuchtigkeit. Die DSB-Compoundschützin musste allerdings der Österreicherin Petra Goebel um gerade einmal einen winzigen Ring Vorsprung und somit als Viert-Platzierte beim Einzug ins Finale den Vortritt überlassen. Welch ein Kuriosum zwischen den Beiden: 1. Tag, Petra auf dem 3. Rang, Ulike auf dem 7ten. Am zweiten Tag dann der Wechsel, nun in der Tageswertung Ulrike auf dem 3. Platz und Petra auf dem 7ten. Am Ende dann durch den einen Punkt Vorsprung Petra Goebel Rang 4, Ulrike Wiese Rang 5 und somit ausgeschieden. Auch unsere drei weiteren Vertreter der Klasse Compound Jens Asbach, Axel Langweige und Silke Hoettecke haben den Sprung in den Final-Sonntag leider nicht geschafft. Dafür führt im Herrenbereich der oben erwähnte Brite Chris White die Finalisten an. Hier also dieses Mal nicht wie üblich amerikanische Dominanz, selbst der Feldbogen-Weltmeister von 2008 Rod Menzer ist durch seinen 7. Platz nach der Vorrunde nicht oben dabei. Aber standesgemäß ist letzten Endes durch Kevin Wilkeydann dann doch noch ein US-Boy im Finale vertreten.
Viele Favoriten heißt ersteinmal viele Favoriten sind ganz oben nicht mehr dabei, dieses als Trost für das deutsche Team. Warum soll's anderen besser gehen. So traf es dann auch die Weltmeisterin im Blankbogen von 2008 Becky Nelson-Harris (USA), die nun nicht im Finale mitschießt. Dafür konnte sich vom Deutschen Schützenbund in der Blankbogenklasse aber Monika Jentges unter die besten Vier und somit für das Finale qualifizieren. Vielleicht gelingt ihr ja wieder der ganz große Wurf, immerhin hatte sie bereits 2005 die Worldgames im Blankbogen Duisburg/Mülheim gewonnen. Drücken wir ihr die Daumen. Josef Meyer, Ernst Crome und Manja Conrad aus der deutschen Blankbogen-Riege sind bereits ausgeschieden. Der Weltmeister im Blankbogen von 2008, Sergio Massimo Cassiani (Italien) konnte sich hier übrigens als 3. bei den Finalisten für den Sonntag standesgemäß einordnen. Ein weiterer zugegebner Maßen vorhersehbarer Paukenschlag aus deutscher Sicht dann in der Klasse Recurvebogen. Sebastian Rohrberg - Spezialist im Feldbogenschießen - steigerte sich zwar nicht anhand des Ergebnisses, dafür aber durch einen dichteren Punkteabstand innerhalb des Führungsquartetts. Am ersten Tag noch auf Platz 4 liegend ließ er am zweiten Tag der Vorrunde Giuliano Palmioli (ITA) und Alan Wills (GBR) deutlich hinter sich, beide lagen am Vortag noch vor ihm, sind nun im Finale nicht daber. Dafür ist der Spitzenschütze Michele Frangilli (ITA) bei den Finalisten. Genau wie Rohrberg ist dieser sowohl auf den FITA-Entfernungen als auch im Feldbogen spezialisiert. Wir dürfen uns auf ein spannendes Match zwischen beiden Kontrahenten freuen. Als Vorrunden-Erster trifft am Sonntag Victor Wunderle (USA) auf den japanischen Bogenschützen Sakaeyama Yuki. Auch der US-Schütze gilt als Universal-Genie sowohl in der FITA als auch auf dem Feld-Parcours. Doch wir sind noch nicht durch, in der Damenklasse Recurvebogen wird es ebenfalls aus deutscher Sicht spannend. Die DSB-Kaderschützin im Feldbogen und der FITA Lisa Unruh (Bergmann-Borsig Berlin) konnte ihren 4. Platz vom ersten Tag auch am Ende des zweiten Tages halten, rutscht mit knappem Vorsprung von 2 Ringen in die Riege der vier Finalisten. Dass sie im Feldbogen bereits internationale Erfahrung und Erfolg hat, bewies sie bereits durch ihr Feldbogen-WM Bronze 2008. Im Semi-Finale steht ihr allerdings als Gegnerin ein schwieriges Match bevor, sie trifft dort auf die Feldbogen-Weltmeisterin von 2004 Tomasi Jessica (ITA), die zusammen mit Naomi Folkard (GBR) mit deutlichem Abstand das Feld nach der Qualifikationsrunde anführt. Die vier Damen im Recurvebogen komplettiert Carole Ferriou (FRA), die bereits 2001 die Worldgames gewonnen hatte, und nun ihr Comback feiert bzw. schießt. Unsere weiteren Starter in der Klasse Recurvebogen Dr. Ute Fleischer und der Feldbogen-Vizeweltmeister 2008 Dr. Andreas Heuwing schafften nicht den Sprung in's Finale. Am Sonntag geht es also um die Wurst, besser gesagt um die Medaillen. Dabei treten die jeweils 4 Finalisten einer jeden Klasse (Blankbogen, Compoundbogen und Recurvebogen) sowohl in der Damen- als auch der Herrenklasse gegeneinander an. Mit dem Semifinale wird begonnen, welche die jeweiligen vier Finalisten aufgeteilt in zwei Paarungen ausschießen. Der Erstplatzierte der Vorrunde schießt gegen den Vierten, der Zweitplatzierte gegen den Dritten. Anschließend treten die Sieger dieser Semifinals im Kampf um Gold gegeneinander an, im kleinen Finale kämpfen die Verlierer um Bronze. Geschossen wird auf 4 Scheiben auf bekannten Entfernungen mit jeweils 3 Schuss. Die höchste Wertung pro Schuss bildet dabei die 6, die niedrigste Wertung ist die 1. Vier Minuten haben die Schützen für ihre drei Pfeile pro Scheibe Zeit. Die aktuellen Wordgames werden seit 1985 zum 8. Mal ausgetragen. Deutschland liegt in der ewigen Wertung der Worldgames im Bogenschießen bisher mit 4 Gold und 3 Bronze auf Rang 3. Schweden führt diese Liste bisher mit 11 Gold-, 3 Silber- und 6 Bronzemedaillen an, gefolgt von Italien mit 6 x Gold, 7 x Silber und 10 x Bronze. Wir drücken allen unseren Finalisten kräftig die Daumen, auch der österreichischen Compounderin Petra Goebel, auch wenn wir für die drei..., äh, nun ja sogar vier Chancen nur zwei Daumen haben...
Bericht: Holger Hüning (c) Alle Meldungen Deutsche Meisterschaften FITA 2009 in Tacherting: >>> BB-News: Worldgames: Zwei Medaillen für Deutsche Bogenschützen >>> BB-News: DSB-Bogenschützen im Finale der Worldgames >>> DSB-News: Zwei Bronzemedaillen bei World Games in Kaohsiung >>> DSB-News: Erfolgreiche World Games-Generalprobe der DSB-Feldbogenschützen >>> DSB-News: DSB-Team Feldbogen für World Games 2009 steht |
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Bogenwiese
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Toll! Wir sind nicht nur Papst, wir sind auch im Finale der Worldgames 2009, die für die Bogenschützen vom 24. bis zum 26. Juli 2009 in Kaohsiung (Taiwan) ausgetragen werden. Bei diesen Spielen der Nichtolympischen Sportarten ist Bogenschießen durch das Feldbogenschießen in den Klassen Compoundbogen, Blankbogen und Recurvebogen vertreten.
















